8.Tag 22.30 Uhr Nachtwache

Habe soeben Markus von der Wache abgelöst. Es sei nichts los, war sein Fazit der letzten zwei Stunden. Hier draussen, bei mehreren tausend Metern Wassertiefe, sind keine Fischerboote mehr anzutreffen. Die ganz grossen Cargoschiffe befinden sich noch weiter von der Küste entfernt. Auf solche offiziellen Schifffahrtsrouten treffen wir gemäss Kartenplannung erst gegen Morgengrauen. Die Genua (Vorsegel) ist gesetzt. Zusammen mit unseren zwei Motoren machen wir 8.5 Ktn. Kurs 172 Grad. Es ist bedeutend wärmer geworden. Ich verzichte das erste mal auf meine nassen Handschuhe. Wir spüren die südlichen Breitengrade. Unser Skipper Paul hat die Grippe. Fast schon mit Waffengewalt mussten wir ihn aus der Wachliste streichen. Er sah überhaupt nicht sein, wieso er, nicht Wachdienst leisten kann. Da wir aber verstärkt durch die zwei Segler aus Deutschland, sowieso unseren alten Wachplan übernehmen konnten, musste Paul kapitulieren und schläft heute Nacht mal durch.
Auch ja, unsere zwei Gäste aus Deutschland, Cornelia und Volker sind auch noch da. Beides sehr erfahrene Segler, ich werde morgen die Zwei noch genauer vorstellen.
Zum Essen gab es heute ein feines Steinpilzrisotto. Ansonsten gehts zuerst noch ein paar Stunden Richtung Süden. Danach Südöstlich Richtung Meeresenge von Gibraltar. Unsere geplante Ankunftszeit in Gibraltar ist Dienstag Morgen.
Oh, fertig gebloogt. Ich muss mich jetzt konzentrieren. Habe soeben auf dem Radar ein grosses Objekt entdeckt…

Entwarnung! Haben Frachtschiff mit 6 Meilen Abstand passiert.

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