Hundemüde aber glücklich

Nach über 50 Std ohne Schlaf (bei Sturm und hohem Wellengang ist an schlafen nicht zu denken höchstens etwas ruhen) bin ich überglücklich die Biskaya überquert zu haben und damit ist ein lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen. Vergessen sind die Strapazen und Mühen und zwischendurch auch etwas Angst wenn meterhohe Wellen sich über das ganze Schiff ergossen haben, der Mast vibrierte und Yakira unter der Tonnenlast jammerte. Gut war man dann im Steuerstand angegurtet sonst hätte es einem von Bord gespült. Wer zu diesem Zeitpunkt unten in der Koje lag, hatte weniger Glück, wenn er bei so einem Wellenangriff aus dem Bett gehoben, einen Moment schwebte bevor man knallhart in der Realität landete.
Die letzte Meteo vor dem Ablegen war ok und gab uns gute Zuversicht die Biskaya bei günstigen Bedingungen überqueren zu können. Was uns dann allerdings erwartet hat, war alles andere als eine gemütliche Überfahrt. Ich gebe im Nachhinein dem deutschen Segel-Papst Bobby Schenk Recht, der sagt: die Wettervorhersage ist oft nicht viel besser als Kaffeesatzlesen. Wir haben auch gewitzelt Mike Shiva (Schweizer TV-Wahrsager) fragen zu können
Der Windanzeiger gab schon bald beim ersten heftigen Regen begleitet mit Sturmböen seinen Geist und damit seine Anzeige auf. So waren wir gezwungen die Segel in der Nacht einzurollen, weil es sonst zu gefährlich geworden wäre.

Jetzt liegen wir ruhig in Ribadeo 70sm östlich von La Coruna und hoffen bald den nächsten Höhepunkt, das gefürchtete Cap Finistere umrunden zu können und dann den Atlantik Entlang der port. Küste mit Rückenwind nach Süden zu segeln. Peter Reber hat es mit seinem Song “der Sonne entgegen” gut besungen, neu auch auf hochdeutsch zusammen mit der Rockgruppe Santiano, die deutsche Seemannslieder singt.

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