Skipper Paul

paul

 

 

Paul ist 31 wohnt in Paris. Er ist aufgewachsen in der Nähe von Grenoble.

 

 

Admin:
Du bist nicht am Meer sondern in den Bergen aufgewachsen, wie bist du zum Segeln gekommen?
Paul:
Ich war als Kind im Sommer oft bei meinem Onkel in der Bretagne wo ich schon mit 4 Jahren mit segeln begonnen habe

Admin
Wie lange arbeitest du schon als Profiskipper?
Paul
Als Segellehrer seit 2006 in der Bretange, seit 2008 arbeite ich als Profiskipper bei diversen Firmen.

Admin
Wieviele Auslieferungen machst du pro Jahr?
Paul
Pro Jahr zirka 10 Überführungen, die Kürzeste war von Korsika nach Nizza, die Längste führte von La Rochelle nach New York.

Admin
Wie oft hast du den Atlantik überquert? Wo finden die meisten Auslieferungen statt?

Paul
Dreimal Transatlantik!
Die meisten Auslieferungen gingen von Südfrankreich nach Griechenland und in die Türkei. Normalerweise machen wir die Auslieferungen für Charterfirmen,
jeweils ohne Gäste an Bord.

Admin
Welches war die schwierigste Überführung?
Paul
Von Südfrankreich in die Türkei. Die Überführungen werden normalerweis zu zweit ausgeführt. Bei dieser Reise wurde der Partner seekrank,
so musste ich die ganze Reise alleine am Steuer stehen. Ebenfalls sehr hart war die erste Transatlantiküberquerung,
da hatten wir 5 Tage lang Wind mit 35 Knoten.

Admin
Hast Du Tipps für Segler im Sturm?
Paul
Zuerst sollte man gut planen und gar nicht in einen Sturm kommen. Ein Patentrezept gibt es nicht,
je nach Lage und Situation sind die Vorschläge verschieden. Evtl. kann ein Schutzhafen angelaufen werden, bei
Wind von der See auf die Küste, macht es unter Umständen Sinn auf der hohen See zu bleiben, da es in Ufernähe gefährlich werden kann (Legerwall).

Admin
Bist Du schon mal Seekrank geworden?
Nein, aber am ersten Tag auf See muss ich auch aufpassen.
Es gibt so eine 4xF Regel in Frankreich, um Seekrankheit zu vermeiden:
1. Faim (Hunger)
2. Fatigue (Müdigkeit)
3. Froid (Kälte)
4. Frousse (Angst)

Admin
Was war schwierig auf dieser Reise mit der Yakira.
Paul
Sicherlich die Überquerung der Biskaya mit den Kreuzseen, hohen Wellen und Starkwinden und das richtige Fenster zu finden. Jetzt macht es aber bei schönem Wetter richtig Spass. Auch die Mitsegler und die Schweizer Küche war
sehr gut. Ich habe das erste Mal Fondue und Raclette auf hoher See gegessen und es schmeckte vorzüglich.

Admin
Was machst Du in 10 Jahren?
Paul
Da werde ich meine eigene Charterfirma haben, ich bin jetzt schon am abklären und planen. Aber mit Sicherheit irgendwo an der Wärme….